Tarifvertrag versorgungsbetriebe mainz

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Es gab jedoch wichtige Episoden von Arbeitskampfmaßnahmen. So entstand beispielsweise der partnerschaftliche Ansatz, der nun scheinbar die Arbeitsbeziehungen im Elektrizitätssektor in Irland unterscheidet, nach einem großen Streik bei der ESB im Jahr 1991 und heftiger Kritik an dieser Maßnahme. Die sorgfältige Prüfung der KOSTEN, der Arbeitspraktiken und der Arbeitsbeziehungen im Anschluss an den Streik führte 1996 zu einer Einigung über eine “Überprüfung der Kosten und wettbewerbsfähigkeit” (IE9902272N). In einigen Fällen stehen die Folgen der sektoralen Reform im Mittelpunkt der Streitigkeiten. Antiprivatisierungsstreiks haben den Transformationsprozess bei France Télécom immer wieder geprägt; die Gewerkschaften organisierten 1993, 1995, 1996 und 2004 Aktionen, aber die Beteiligung ging stetig von 75 % im Jahr 1993 auf 18 % im Jahr 2004 zurück, wie die Unternehmensleitung mitteilte. In den Niederlanden kam es 2001 zu einem ernsthaften Konflikt über die Erneuerung des Tarifvertrags im Energiesektor, da die Arbeitgeber auf Beschäftigung und Arbeitsbedingungen drängten, die mehr denen entsprachen, die sie als Voraussetzungen für den Wettbewerb auf dem Markt ansahen. Nach einer Streikdrohung wurde ein Mediationsverfahren aktiviert und schließlich eine Lösung gefunden. Natürlich ist Umstrukturierung immer ein Hauptgrund für Konfrontation. Besonders groß war der Konflikt im Telekommunikationssektor in Spanien, insbesondere bei den Unternehmen, die aus Ausgliederungen von Telefénica hervorgingen, wie dies bei der Umstrukturierung von Sintel (ES0010118F) der Fall war. In Italien sehen die Gewerkschaften des Elektrizitätssektors eine Verschlechterung der Arbeitsbeziehungen und eine Zunahme von Konflikten aufgrund der Ausbreitung von Umstrukturierungsprozessen, die ihrer Seite im Wesentlichen von finanziellen Gründen und Kostensenkungsmaßnahmen geleitet sind, die sich auf das Beschäftigungsniveau und die Beschäftigungsbedingungen auswirken. Aus diesem Grund fordern sie eine Überarbeitung des bestehenden Abkommens über die Ausübung des Streikrechts und der Mindestdienstleistungen im Elektrizitätssektor, das 1991 unterzeichnet wurde. Die Umstrukturierung der öffentlichen Versorgungsunternehmen zusammen mit der umfassenderen Reform der Beschäftigung und der Arbeitsbeziehungen im öffentlichen Sektor hat dazu beigetragen, die Traditionen der Kollektivverhandlungen für den gesamten öffentlichen Sektor in Ländern, in denen diese existierten, abzubauen. Dies geschah beispielsweise in Österreich, zunächst aufgrund eines Regierungsbeschlusses aus dem Jahr 2000, der die Praxis zentraler informeller Verhandlungen (da der öffentliche Sektor formal von Tarifverhandlungen ausgeschlossen ist) zwischen Land, Land und Gemeinden und den Gewerkschaften des öffentlichen Sektors beendete.

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